Buoch

IMG_1356Die Buocher Höhe trennt dass Wieslauftal vom Remstal und wird in östlicher Richtung durch den Höhenzug der Berglen fortgesetzt. Durch seine bewaldete Höhenlage entwickelte sich die Buocher Höhe für zahlreiche Tiere zur Heimat. So auch für den Rotmilan.

Die Milane i. e. S. (Milvus) sind eine Gattung der Greifvögel innerhalb der Familie der Habichtartigen (Accipitridae). Dabei kann davon ausgegangen werden, dass es sich im Bereich der Buocher Höhe ausschließlich um den Rotmilan (Milvus milvus) handelt.

Milane sind mittelgroße Greifvögel, mit langen, im Flug im Carpalgelenk angewinkelten, tief gefingerten Flügeln. Der auffallend lange Schwanz ist beim Schwarzmilan leicht, beim Rotmilan stark gekerbt. Die meist gesellig lebenden Milane sind Suchflugjäger und ausgezeichnete Segelflieger. Sie sind bräunlich gefärbt, der Kopf ist sehr hell, zuweilen fast weiß. Milane ernähren sich sowohl von lebender Beute als auch von Aas.

Während die Bestandsentwicklung des Schwarzmilans in weiten Teilen Europas positiv verläuft, nehmen die Bestände des Rotmilans in den letzten Jahren deutlich ab.

Der Name Milan stammt vom französischen Wort milan und bezeichnet dort ebenfalls diese Greifvögel. Er leitet sich von dem nachklassisch lateinischen milvus, im klassischen Latein miluus, ab.

Anzutreffen ist der Rotmilan auf der gematen Buocher Höhe und darüber hinaus. So sucht er ebenso seine Beute in den Gärten von Winnenden oder zieht seine Kreise über Buoch. Am Breuningsweiler Haselstein findet er optimale Bedingungen um die Thermik der Weinberge auszunutzen. Der Rotmilan zählt zu den Standvögeln und ist daher hier heimisch und das ganze Jahr über anzutreffen. Nur in kalten Wintern zieht er es vor, in Spanien oder Italien zu Überwintern. Er ist nicht ganz leicht ihn vor die Kamera zu bekommen, da er äußerst wachsam ist, beobachtet der Milan mehr uns als wir ihn beobachten. Bei den geringsten Anzeichen einer Gefahr fliegt er davon. Ich kam nur einmal sehr nahe an einen Rotmilan, der sich offenbar im Apfelbaum gut geschützt wähnte. Er sah mir zu, wie ich meine Wiese mit dem Balkenmäher mähte. Dabei ließ er mich mehrmals nahe an den Baum kommen, so dass ich ihn zwischen den Blättern recht deutlich sehen konnte.Offenbar interessierte es ihn, was der Mensch da treibt.

Rotmilane können sehr alt werden. Ein in Freiheit aufgefundener Rotmilan war fast dreißig Jahre alt. Die tatsächliche Lebenserwartung freilebender Vögel ist jedoch bedeutend geringer. In einer Untersuchung von Pfeiffer 2009 waren 2/3 von 44 in Thüringen gefangenen Rotmilanen zwischen drei und sieben Jahre alt. Nur 16 % waren älter als 10 Jahre. Besonders der erste Wegzug endet für viele Rotmilane tödlich. Am Ende des ersten Lebensjahres leben von einem Geburtsjahrgang etwa 60–65 Prozent. Mit wachsender Erfahrung verlangsamt sich die Ausfallsrate, sodass nach drei Jahren noch ungefähr 35–45 Prozent eines Jahrgangs am Leben ist und zur Brut schreiten kann. Diese Zahlen sind jedoch von vielen Faktoren abhängig, sodass sie nur als Annäherungswerte zu sehen sind. Nahrungsmangel, Abschuss, Kollisionen mit Hindernissen und Stromleitungen sowie Vergiftungen sind die häufigsten frühen Todesursachen.

Sollten sich die Windkraftbefürworter durchsetzen und die Buocher Höhe durch einen Winkraftpark bereichert werden, ist davon auszugehen, dass auch der Rotmilan zu den Opfern der Windräder zählen wird.

Rotmilan am Waldrand von Buoch in Richtung Winnenden / Schelmenholz

Rotmilan am Waldrand von Buoch in Richtung Winnenden / Schelmenholz

Rotmilan am Waldrand von Buoch - Wer beobachtet nun wen?

Rotmilan am Waldrand von Buoch – Wer beobachtet nun wen?

Rotmilan am Nordwestlichen Waldrand von Buoch

Rotmilan am nordwestlichen Waldrand von Buoch

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Rotmilan

Milan über Buoch im Bereich Parkstraße / Eduard-Hiller-Str.

Milan über Buoch im Bereich Parkstraße / Eduard-Hiller-Str.

Rotmilan über der Buocher Höhe

Rotmilan über der Buocher Höhe

Rotmilan über Buoch

Rotmilan über Buoch

Rotmilan südlich von Buoch, unterhalb der Eduard-Hiller-Str.

Rotmilan südlich von Buoch, unterhalb der Eduard-Hiller-Str.

 

Wikipedia: Milane

Wikipedia: Rotmilan

Badische Zeitung: Milan stört die Winkraft

NABU: Der Rotmilan

 

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