Buoch

älteste Hinweise auf die Besiedelung von Buoch

Der Name Buoch wurde offenbar von Buche (der Baum) abgeleitet. Eine Abhandlung darüber wird noch folgen. In knapp 20 Kilometer Luftlinie Entfernung in Steinheim an der Murr wurde 1933 ein Menschenschädel gefunden, dessen Alter auf etwa 250.000 Jahre geschätzt wird. Ob dieser auch bis Remshalden-Buoch kam, kann nur spekuliert werden. Die Menschen waren damals Nomaden und wechselten je nach Pflanzen- und Wildvorkommen. Es gab noch keine Wälder, sondern nur eine steppenartige Tundralandschaft. Denn zuvor bedeckte lange Zeit das schwäbische Urmeer, die Buocher Höhe.

Aus der Mittel- und Jungsteinzeit (10.000 – 1800 v.Chr.) wurden an verschiedenen Stellen in den Berglen und am Rande von Kleinheppach Funde gemacht, die auf Lagerplätze von Menschen hindeuten.

2014 wurden nahe der Kirche 2 Skelette gefunden. Diese wurden Altersbestimmt auf die Zeit von zirka 934 und 1116. Das ergibt ein Alter von 898 und 1080 Jahren. Ein Unterschied von 182 Jahren. Damit ist davon auszugehen, dass diese Menschen einst ihren Lebensmittelpunkt auf der Buocher Höhe oder zumindest unweit dieser hatten. Das eine Besiedelung vor der ersten urkundlichen Erwähnung liegen muss, versteht sich. Diese 2 Skelettfunde lassen nun ein rund 300 Jahre älters Besiedlungsdatum für Buoch annehmen.

Die ältesten Dokumente in denen Buoch erwähnt wird

Erhalten ist eine Schenkungsurkunde aus dem Jahr 1270 in der Heinrich der II. von Neuffen auf seinen Buocher Grundbesitz verzichtete und diesen an das Kloster Lorch abgab. In dieser Urkunde findet der Ort Buoch erstmalig Erwähnung.

Schenkungsurkunde des Pfarrsprengel Buoch an das Bistum Konstanz 15.12.1270

Aufnahme: Hauptstaatsarchiv Stuttgart, A 601 U 49 Schenkungsurkunde des Pfarrsprengel Buoch an das Bistum Konstanz 15.12.1270

Pfarrsprengel Buoch um 1440

Pfarrsprengel Buoch um 1440

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Die ältesten erhaltenen Gebäude in Buoch

Die Buocher Kirche, dem heiligen St. Sebastian geweiht verfügt über spätgotische Elemente und geht auf das frühe 16. Jahrhundert zurück. Das untere Stockwerk des Turmes jedoch verfügt über ein Ostfenster im romanischen Baustiel. Dieser Baustiel herrschte in Deutschland von ca. 1000 – 1250 vor. Das im Chor an der Decke angebrachte Wappen des Bischoffs von Konstanz mit der Jahreszahl 1270 wurden erst später, bei renovierungsarbeiten der Kirche angebracht und sagt nichts über das Entstehungsjahr der Kirche in Buoch ansich aus, sondern bezieht sich auf die Schenkung an das Bistum Konstanz.

Ostfenster St. Sebastian Kirche in Buoch

Ostfenster St. Sebastian Kirche in Buoch

Ostfenster St. Sebastian Kirche in Buoch von innen

Ostfenster St. Sebastian Kirche in Buoch von innen

Der Pfarrhof in Buoch muss bereits 1270, als die Grafen von Neuffen die Patronatsrechte an den Bischof von Konstanz übertrugen, existiert haben. Wobei die Jahreszahl 1270 erst in der Neuzeit in einer Arbeit von Prof. von Stockhausen bei Renovierungsarbeiten an der Decke im Chor der Kirche angebracht wurde.

Wappen des Bischoff von Konstanz in der Buocher Kirche

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